Mitten in den Wäldern Brandenburgs, unweit des heutigen Tropical Islands, liegt eine verlassene Wohnsiedlung aus der Zeit des Kalten Krieges. Die Anlage bestand einst aus mehreren Plattenbauten, einer Schule und einer Turnhalle und diente als Wohngebiet für Angehörige der sowjetischen Streitkräfte, die in der Region stationiert waren. Nach dem Abzug der sowjetischen Truppen im Jahr 1994 wurde die Siedlung aufgegeben. Seitdem steht sie leer und ist zunehmend dem Verfall überlassen. Fenster sind zerbrochen, Fassaden bröckeln und Vegetation wächst durch Gebäude und Straßen. Heute wirkt der Ort wie eine kleine, deutsche Version der ukrainischen Geisterstadt Prypjat: Die Natur erobert das Gelände langsam zurück, während die verlassenen Gebäude stille Zeugnisse einer vergangenen Epoche bleiben. Für Fotografen, Urban Explorer und Geschichtsinteressierte ist die Siedlung ein eindrucksvoller Ort, an dem sich Vergangenheit und Verfall auf besondere Weise begegnen.